Ursachen

Ursachen Dissoziativer Störungen

Traumatische Erlebnisse & strukturelle Dissoziation

 

 

Trauma

 

Trauma stammt vom griechischem Wort für Wunde, das in der Medizin seelische Verletzungen bezeichnet, die durch äußere Gewalteinflüsse entstanden. Das medizinische Klassifikationssystem ICD-10 beschreibt ein Trauma als:

„[…] ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde (z. B. Naturkatastrophe oder menschlich verursachtes schweres Unheil – Kampfeinsatz, schwerer Unfall, Beobachtung des gewaltsamen Todes Anderer oder Opfersein von Folter, Terrorismus, Vergewaltigung oder anderen Verbrechen.“

 

Nach jahrzehntelanger Auswertung einer großen Anzahl von Krankengeschichten, besteht in Fachkreisen nahezu Einigkeit darüber, dass Dissoziative Störungen durch in der Kindheit erlebte Traumata verursacht werden. Dabei handelt es sich meist um extrem negative Lebensumstände überwältigender Art, mit dementsprechend schweren Auswirkungen:

Ursachen von Traumata

 

  • Krieg
  • Ritualverbrechen
  • Sexueller Missbrauch
  • Vergewaltigung
  • Schwere Misshandlungen
  • Gewalt, Folter
  • Naturkatastrophen
  • Vernachlässigung
  • Dauerhaft lebensbedrohliche Zustände

Auswirkungen von Traumata

 

  • Akute Belastungsreaktionen
  • Depression, Borderline
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Dissoziative Störungen
  • Angst-, Panikstörung
  • Betäubungsmittelmissbrauch
  • Somatoforme Erkrankungen
  • Selbstverletzendes Verhalten
  • Suizid

Insbesondere bis zum Alter von 5 Jahren, können die Entwicklung einer einheitlichen Persönlichkeit verhindern, wie die Moon Stegk es im ihrem Blog sehr anschaulich beschreibt:

 

"Ein Mensch, der in Kindheit oder Jugend bereits traumatisiert wurde, wird auf eine erneute Traumatisierung als Erwachsener anders reagieren, als jemand, der als Kind Urvertrauen entwickeln konnte, weil er in einem liebevollen Elternhaus aufwuchs. Es macht einen Unterschied, ob Naturkatastrophen oder technische Unglücke Ursache der Traumatisierung waren oder ob das Trauma durch Menschenhand (man made disaster) verursacht wurde. Bei den „man made disaster“ ist es von Bedeutung, in welcher sozialen Beziehung der/die Betroffene zu dem/den Tätern stand, welches Motiv der Gewalttat zugrunde lag und über welchen Zeitraum die erlittene Gewalt andauerte. Ebenso spielt die Art der ausgeübten Gewalt eine Rolle. Betroffene berichten oft, dass emotionale Gewalt seelisch viel verletzender war, als die gleichzeitig erlebte körperliche Gewalt. Am verstörensten wird sexualisierte Gewalt erlebt. Es ist auch von Belang, ob die Gewalt von einem Einzeltäter oder mehreren Tätern oder von organisierten, kriminellen Gruppen ausging und ob es sich um subtile oder brutale oder sadistische oder rituelle Gewalt handelte. [...] Das Erleben eines Traumas verändert alles. Nichts ist mehr, wie es war. Die Seele wurde zutiefst erschüttert. Die Folgen von Traumatisierungen betreffen alle Lebensbereiche. Solch schwere seelische Verletzungen heilen zu lassen, braucht Zeit."

 

Jan Reemtsma hat dazu eine gute Ergänzung, die er in seinem Vorwort für "vernetzte Opferhilfe" schrieb:

 

„Das traumatische Erlebnis lässt sich aus der Biographie nicht mehr entfernen. Aber es lässt sich natürlich mit ihm leben. Und es hängt ungeheuer viel davon ab, welchen Platz es in der künftigen Biographie einnimmt. […] Die Lebensbedingungen, die ein Traumatisierter nach dem Ende der aktuellen Traumatisierung hierfür vorfindet, sind dafür oft entscheidend. Sehr grob gesprochen kommt es darauf an, ob die nach dem Trauma gemachten Erfahrungen dessen Effekte verstärken oder nicht, ob das Trauma in der Biographie singulär bleibt oder ob es als Teil einer Sequenz erlebt werden muss, die das künftige Leben bestimmt. Zu solchem künftigen Leben gehört auch entscheidend die Anerkennung, dass das Verbrechen ein Verbrechen, d.h. nicht ein Unglück, sondern ein Unrecht war. Etwas, das nicht nur leider passiert ist, sondern etwas, das nicht hätte passieren dürfen.“

 

 

Strukturelle Dissoziation durch Traumata

 

Die Quantität der Dissoziation ist abhängig von der Anzahl, Dauer und Schwere der Traumata. Demnach können unterschiedliche Sturkuren entstehen:

 

"Während komplexe dissoziative Störungen wie die dissoziative Identitätsstörung (DIS) oft als Untertypus einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) gesehen werden, gibt es sehr gute konzeptionelle und empirische Gründe dafür, alle Formen einer PTBS als dissoziativ zu betrachten. Denn beide zeichnen sich durch eine besondere Organisationsform der Persönlichkeit aus: die Aufteilung in zwei (PTBS) oder mehrere (DIS) dissoziierte Persönlichkeitsanteile. Diese Aufteilung folgt einem regelhaften Prinzip. Ein Persönlichkeitsanteil dient vor allem der Bewältigung des Alltagslebens. Durch traumatische Erfahrungen fixiert, sind weitere Anteile durch die Handlungssysteme der Verteidigung und Bindung gekennzeichnet. Jedes Handlungssystem ist zweckbestimmt, genährt vom Bedürfnis, das Leben zu bewältigen, sich zu schützen, sich an andere zu binden." (Vortrags-Auszug von Dr. Ellert Nijenhuis, 2016)

Primäre Dissoziation

 

  • Diagnose: Einfache PTBS, akute Belastungsstörung

 

  • Struktur: 1 Haupt-Anteil + 1 dissoziierter Anteil

 

  • Ursache: Einmaliges traumatisches Ereignis im Erwachsenenalter

Sekundäre Dissoziation

 

  • Diagnose: Komplexe PTBS, DDNOS, Borderline*

 

  • Struktur: 1 Haupt-Anteil + mehrere dissoziierte Anteile

 

  • Ursache: Länger bestehende Traumatisierung im Kindesalter

Teritäre Dissoziation

 

  • Diagnose: Dissoziative Identitätsstörung

 

  • Struktur: Mehrere Haupt-Anteile + mehrere dissoziierte Anteile

 

  • Ursache: Extreme Traumatisierung im Kleinkindalter

Anmerkungen:

  • Ursachen und Diagnosen werden hier nur schemenhaft zur Übersicht dargestellt und können abweichen
  • Nur bei etwa der Hälfte aller Borderline-Betroffenen wurde bisher eine sekundäre Dissoziation beobachtet

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Trauma und Dissoziation

Normale & pathologische Dissoziation

 

 

Teilen ist menschlich - Normale Dissoziation

 

Als Hannah benommen zu sich kommt, kniet vor ihr ein Krankenpfleger, der sofort versucht, sie zu beruhigen, als sie ungläubig die Verletztungen an ihrem Fuß sieht. Obwohl der Pfleger von einer Fraktur spricht, spürt Hannah eher einen Rauschzustand anstatt den erwarteten pochenden Schmerz. Zudem kann sie sich kaum noch an die letzten Minuten erinnern. Gerade war sie eilig mit dem Fahrrad unterwegs, dann schallte plötzlich ein lautes Quietschen durch die Straßen. Der Fahrer berichtet am Unfallort, wie sich das Mädchen mehrfach überschlug, während das Fahrrad gegen sein Auto knallte. Hannah ist froh, dass sie sich nicht an den genauen Ablauf erinnern kann, jedoch war das keine bewusste Entscheidung der Verdrängung, sondern eine clevere Schutzfunktion ihres Gehirns.

 

"Je dunkler die Wirklichkeit, desto heller der Traum"

 

Jeder Mensch dissoziiert ab und zu, dafür ist nicht mal ein Verkehrsunfall nötig. Dissoziation ist eine angeborene Fähigkeit der Psyche, welche jeder Mensch beherrscht und regelmäßig einsetzt. Sei es der virtuose Pianospieler, der am Klavier mit allen Sinnen in einen rauschhaften Flow abdriftet oder der gedankenversunkene Autofahrer, der sich bei der Ankunft genauso wenig an die Fahrt erinnern kann, wie sein Beifahrer, der in ein spannendes Buch vertieft war. Den selben Effekt erlangt man auch durch tiefe Meditation oder beobachtet ihn bei Künstlern, die geistesabwesend Löcher in die Luft starren, während ihre Phantasie die schillerndsten Tagträume skizziert. Dies alles sind gesunde Formen der Dissoziation, die bereits in jungen Jahren sinnvolle Anwendungen findet: Vor allem der Tunnelblick bei Jugendlichen dürfte bekannt sein, wenn die Mutter fragt, wer den Abwasch macht oder der Lehrer in der Schule eine Standpauke hält.

 

Auch im Erwachsenenalter verliert diese Fähigkeit nicht an Bedeutung. Wenn wir das Gefühl haben, neben uns zu stehen oder völlig losgelöst nichts mehr um uns herum mitbekommen, spricht man bereits von (gesunder) Dissoziation. Routineabläufe, wie die tägliche Fahrt zur Arbeit oder die anstrengende Grundsatzdiskussion über die offene Zahnpastatube werden nicht mehr bewusst wahrgenommen. Das Gehirn chillt dagegen bevorzugt im Energiesparmodus, solange seine Dienste nicht unbedingt gebraucht werden, wie es bei ständig wiederholenden Abläufen kaum notwendig erscheint. Alles, was die Psyche als unwichtig bewertet, wird kurzerhand weg dissoziiert, um so effizient wie möglich zu arbeiten.

 

 

Wenn der Tagtraum zum Alptraum wird - Pathologische Dissoziation

 

Der Mechanismus des Abdriftens greift ebenfalls in Situationen, die für den Betroffenen als unlösbar empfunden werden. In extremen Belastungsmomenten werden wahrgenommene Gefühle, Handlungen oder Gedanken automatisch dem Bewußtsein unzugänglich gemacht, wenn esr Erlebnissen ausgesetzt wird, die es nicht ohne weiteres verarbeiten oder ertragen kann. Dieser Vorgang dient zum Selbstschutz, um das Gehirn vor einer Reizüberflutung zu bewahren. Sieht der Mensch keine Chance, der Situation zu entfliehen, flüchtet sein Bewusstsein nach innen und schaltet dabei einige Sinneswahrnehmungen ab. Es rettet sich quasi in einem Trancezustand, um die Bedrohung nicht länger mitzuerleben und ihr zumindestens psychisch zu entkommen.

"Der Betroffene gleitet von einer Persönlichkeit in die andere, als würde er unter einer begrenzten Anzahl von Möglichkeiten nach einer 'passenden' suchen, wobei aber keine einzelne Persönlichkeit gut genug ist"

I. Rosenfield (1992)

Wenn ein Kind häufig Situationen ausgesetzt wird, in denen es sich in seine Traumwelt vor der Realität flüchtet, gewöhnt sich auch seine Psyche an die unterbewusste Anwendung der Dissoziation und wird sie irgendwann automatisch als bewährte Methode einsetzen, um mögliche Schäden abzuwenden. Dissoziation dient also, vereinfacht gesagt, auch zur Vermeidung eines Kurzschlusses im Kopf, der im schlimmsten Fall durch einen katatonischen Schock tödlich verlaufen könnte.

 

Diese Funktion hat vorrübergehend einige Vorteile: Die Reaktionszeit wird in Gefahrensituationen verbessert, Schmerzen und Ängste werden kaum empfunden oder überhaupt nicht wahrgenommen und das erlebte Trauma wird aus dem Gedächtnis verdrängt, um in einem stabilen Zustand weiterhin funktionieren zu können. Das bedeutet aber auch, dass sich die Psyche des Betroffenen mit jeder neuen Erschütterung an diesen Schutzreflex gewöhnt:

"Dissoziative Zustände können sich zu gewohnheitsmäßigen Mechanismen in Stresssituationen entwickeln. Aus einem ursprünglichen Schutzmechanismus wird ein (unbewusstes) Vermeidungsverhalten und somit eine gesunde Verarbeitung ausgeschlossen."

K. Böhm (2016)

Problematisch wird es, wenn sich dieser Schutzmechanismus durch ständige Wiederholung automatisiert hat, sodass er auch in harmlosen Alltagssituationen ausgelöst wird, wie es auch bei einer PTBS (posttraumatischen Belastungsstörung), DDNOS (nicht näher bezeichnete dissoziative Störung) oder DIS (dissoziative Identitätsstörung) der Fall sein kann. Die Schwere der Dissoziation steigt kontinuierlich mit dem Ausmaß des Traumas.

Abb.: Quanitatives Kontinuitäts-Kontinuum der Dissoziation nach John und Helen Watkins, überarbeitet von Jochen Peichl

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Polyfragmentierung

Dissoziative Identitätsstörung (DIS)

 

Pierre Janet bezeichnete Dissoziation bereits Ende des 19 Jahrhunderts als Desintegration und Fragmentierung des Bewusstseins und löste damals noch hitzige Diskussionen über die multiple Identitätsstörung als Diagnose aus. Was für einige nach Science-Fiction klingen mag, lässt sich heutzutage dank zahlreicher Studien durch neurophysiologische Veränderungen des Gehirns im MRT nachweisen. Mittlerweile geht man davon aus, dass 0,5% bis 1% der Allgemeinbevölkerung betroffen sind.

 

Die Messungen verschiedener Studien machten zahlreiche Unterschiede des EKG und EEG sichtbar, abhängig davon, welche Persönlichkeit des Patienten gerade im Vordergrund stand. Durch weitere Untersuchungen stellte man signifikante Veränderungen bezüglich Substanzverträglichkeiten, Allergien und der Schmerzempfindlichkeit fest. Viele Patienten verändern mit der Persönlichkeit ihre Augenfarbe, es gab sogar einen Fall (DOI:10.1007/s00115-007-2309-x), bei dem eine Frau mit dem Wechsel zu einer anderen Persönlichkeit schlagartig blind wurde, was durch die Gehirnstromaktivitäten der Patientin belegt werden konnte.

 

Die Differenzen einzelner Persönlichkeitsanteile werden vor allem in der Psychologie deutlich sichtbar. Man kann sich das Innenleben eines Betroffenen wie eine wild zusammengewürfelte WG vorstellen. Jeder Mitbewohner hat andere Vorlieben, welche den Interessen der anderen oft konträr gegenüberstehen. Außerdem unterscheiden sie sich in ihrem Alter und Geschlecht, der Herkunft und sexueller Orientierung sowie zahlreichen anderen Merkmalen:

"Menschen mit einer DIS haben in ihren alternierenden Identitäten ganz spezifische Verhaltens-weisen, Einstellungen, Erinnerungen, Krankheiten, Gewohnheiten, Fähigkeiten, Vorlieben und einem eigenen Stil."

C.A. Ross (1989)

Jetzt wird’s kompliziert. Der Hauptmieter der WG weiß in der Regel nichts von seinen Mitbewohnern. Sie sind für ihn schlichtweg unsichtbar, da er jedesmal, bevor er auf einen von ihnen trifft ein Blackout hat. In der Praxis verfällt die sogenannte Gastgeber-Persönlichkeit zu diesem Zeitpunkt in eine Amnesie, während andere Persönlichkeiten die Zügel in die Hand nehmen und ihr eigenes Leben im gleichen Körper verwirklichen. Dadurch erfahren betroffene Patienten oftmals erst durchschnittlich im 35. Lebensjahr nach zahlreichen Fehldiagnosen von der tatsächlichen Ursache ihrer Symptome.

Seit 1994 wird die multiple Persönlichkeitsstörung nach Anpassung der Diagnosekriterien als "Dissoziative Identitätsstörung" bezeichnet. Die wesentlichen Merkmale haben sich nach der Umbenennung kaum geändert - die Einstellung in der Öffentlichkeit leider auch nicht. Wer von einer Multiplen Persönlichkeit hört, hat wahrscheinlich immer noch das Bild eines verrückten Serienkillerrs vor Augen, dabei werden aus gespaltenen Menschen selten grausame Täter, sondern eher gefühlvolle Träumer.

 

Um es mit den Worten von Kate Birdie abzuschließen: "Seien Sie nicht davon abgeschreckt, wenn Sie einer multiplen Persönlichkeit begegnen. Seien Sie offen für eine Begegnung, dann werden Sie auf einen Schlag viele neue Freunde gewinnen, die ihnen eine Welt zeigen können, die sie nirgens sonst finden werden."

 

 

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Literatur

 

Moon Stegk (2012) Was gute Traumatherapie braucht; https://gestalttherapieluebeck.wordpress.com/2012/12/07/was-gute-traumatherapie-braucht/

Jan Philipp Reemtsma (2004); Vorwort: Lüdke, C., Clemens, K.: Vernetzte Opferhilfe. Handbuch der psychologischen Akutintervention, S. 11.

I. Rosenfield (1992): Das Fremde, das Vertraute und das Vergessene; S. 158f

B. Waldvogel und B. Wagne (2011); Blind und sehend in einer Person, DOI:10.1007/s00115-007-2309-x

Karsten Böhm (2016); Sicherheit und das passende therapeutische Setting; DOI 10.1007/978-3-662-47893-6_3

C.A. Ross (1989): Multiple Personality Disorder: Diagnosis, Clinical Features and Treatment

Juan Ramon Jimenez (1881-1958), Spanischer Lyriker und Prosaist

Kate Birdie: Dissoziative Identitätsstörung oder das Leben als multiple Persönlichkeit, CIP Medien, München

Ursachen

 

Trauma & Dissoziation

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